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Dienstag, 29. Juli 2014

Centro Español - Spanische Spezialitäten in Sendling

 
Das Centro Español ist im Gegensatz zum "Tasca Nueva" keine Tapas-Bar, sondern ein Restaurant mit köstlichen spanischen Delikatessen. Entstanden ist es aus einem vor mehr als 40 Jahren gegründeten Vereinstreff spanischer Gastarbeiter. Den Versuch, ein Stück Heimat, ein Stück Spanien nach München zu holen, merkt man dem Centro noch heute an. Die rustikale Einrichtung mit großen Holztischen und freigelegten Ziegelwänden, die spanischen Zurufe zwischen Kellnern und Küche sowie das leckere Essen versetzen einen in Urlaubsstimmung und geben doch das Gefühl von Gemütlichkeit, von Zuhause. Wir waren hier schon oft, sowohl mit Freunden als auch mit Verwandten, für ein kurzes Mittagessen auf der "Terrasse" oder zum stundenlangen Quatschen bei einer guten Flasche direkt importierten Rotweins.
Natürlich kann man auch Tapas bestellen, am besten auf einer gemischten Platte für mehrere Personen.
 
Weiter gehts dann vielleicht mit der Paella, für die allein sich der Besuch schon lohnt. Wie in Spanien muss man diese auch hier mindestens zu zweit bestellen, da sie natürlich frisch zubereitet wird. Montags können aber auch Einzelportionen bestellt werden. Die Riesen-Paella-Pfanne wird rausgeholt und eine Portion kostet nur 10,90 €. Zu empfehlen sind aber genauso die frischen Fleisch- und Fischgerichte. Ich hatte heute von der Wochenkarte eine köstlich frische "Ensalada de verano", ein riesiger gemischter Salat mit Lachs-Riesengarnelen-Spieß vom Grill mit Avocado.

Mein Freund genoss "Pechuga de Pollo": Hähnchenbrustfilet im Speckmantel, gefüllt mit Garnelen-Béchamel-Creme zusammen mit in Butter geschwenktem Wurzelgemüse.
Meiner Meinung nach bietet vor allem die Wochenkarte mehr als "nur" klassische spanische Hausmannskost, mit der das Centro wirbt. Jedenfalls habe ich während mehrerer Aufenthalte in Spanien noch nie einen so leckeren, gut abgeschmeckten Salat gegessen.
Kommen wir zum Abschluss eines gelungenen Essens: dem Nachtisch. Natürlich kann ich auch hier nur jedem die Crema Catalana ans Herz legen, zumal es immer noch Menschen geben soll, die diese noch nie probiert haben.
Übrigens können alle dort angebotenen Weine auch gekauft und gleich mitgenommen werden. Ab 175 € werden diese frei Haus geliefert. Auch das Essen kann man sich nach Hause bestellen - es gibt einen Catering-Service, passend zu jeder Festlichkeit.

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Donnerstag, 5. Juni 2014

Dinermite - In Maxvorstadt ins Amerika von Elvis

In München gibt es ein neues Trendlokal. Vor etwas mehr als einem halben Jahr hat in der Amalienstraße 23 das Dinermite seine Türen geöffnet. Draußen parkt stilecht ein alter Ford und drinnen befindet sich eine andere Welt. Man taucht ein in das Amerika der 50er und 60er, wie man es z.B. aus "Grease" kennt. An den Wänden hängen Bilder von Elvis und Oldtimern, in der Ecke steht eine Jukebox, die zwar leider nicht funktioniert, dafür umso cooler aussieht. Der Einrichtung merkt man die Liebe zum Detail wirklich an. Zu essen gibt es verschiedene Sandwiches, Burger, Steak, fünf verschiedene Caesar Salads und vieles mehr. Wie uns auf der Karte versichert wird, ist alles von höchster Qualität, teilweise Bio, das Brot ist aus einer Öko-Bäckerei aus dem Münchner Umland und geräuchert wird selbst. Wir entscheiden uns für ein Philly Cheese Steak mit Sweet Potato Fries sowie die vegetarische Variante des Caesar Salads mit Avocado.
Zu trinken gibt es köstlich erfrischende Homemade Lemonade. Das Steak kommt zusammen mit den Süßkartoffelpommes stilecht in einem Körbchen. Es ist wie erwartet sehr lecker, die Pommes sind vor allem für mich eine Offenbarung. Der Salat ist super knackig, mit viel frischem Parmesan, die Avocado genau richtig reif. Als Nachtisch gibt es hausgemachten Bananen-Milkshake.

Fazit: Das Dinermite ist etwas für Amerika-Fans, für Fans von gutem Essen und alle, die die Abwechslung suchen. Preislich im Münchner Mittelfeld, das Preis-Leistungs-Verhältnis stimmt.
Wir kommen auf alle Fälle wieder her, am Wochenende zum Breakfast, abends zum Cocktailtrinken oder um doch noch Julies Cheese Cakes zu probieren, für die einfach kein Platz mehr war.
Es würde mich auch nicht wundern, wenn es hiervon bald Ableger gibt, ähnlich wie bei Hans im Glück.


Sonntag, 3. November 2013

Kapitales vom Rind - Steak essen in Schwabing


KvR - diese Abkürzung steht in München nicht nur für das Kreisverwaltungsreferat. Sondern auch für "Kapitales vom Rind", ein Steakrestaurant der ganz besonderen Art.
Was ist das Besondere? Das KvR schafft es mit einem ganz eigenwilligen, modernen und trotzdem sehr gemütlichem Einrichtungsstil und der freien Auswahl der Steak-Größe und Art, sich von all den vielen Steak-Ketten abzuheben.

Zimperlich darf man natürlich nicht sein, wenn es heißt:
Gehen Sie an die Theke und wählen Sie sich Ihr Stück Fleisch selbst aus...
Man kann dem Steak sogar beim Braten zuschauen!
Wir wählten ein Amerikanisches Entrecote und ein Südamerikanisches Filetsteak, dazu Pommes und Gemüse. Als Vorspeise gab es einen Bunten Kräutersalat mit gerösteten Walnüssen und Orangenfilets. Die Haus-Vinaigrette ist wirklich sehr zu empfehlen!
Die Steaks waren saftig und perfekt! durch, beziehungsweise nicht durch, die Pommes knusprig, das Gemüse nicht einfach nur knackig, es inspirierte meinen Freund zu einem Loblied auf Brokkoli. Hier wird gehalten, was versprochen wird.

Als Nachtisch ließen wir uns hausgemachtes Toblerone-Mousse mit Beeren und Minze schmecken.

Alles in allem ist "Kapitales vom Rind" ein Restaurant, das man nicht jeden Tag besucht, aber wenn, dann ist es ein Erlebnis für alle Sinne!


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Samstag, 7. September 2013

Fei scho - Chinesisch-Bayerische Küche im Glockenbachviertel

"Dim Sum (chinesisch 點心 / 点心 diǎn xīn, kantonesisch dím sām) sind kleine Gerichte, die meist gedämpft oder frittiert sind." Wikipedia


Dim Sum sind meist Teigtaschen und man bekommt sie in allen möglichen Variationen: Fleisch, Gemüse, Meeresfrüchte oder sogar mit süßen Füllungen. Wörtlich übersetzt sind es "Kleine Speisen, die das Herz berühren". Das Besondere am Fei Scho ist, dass man hier nicht nur die klassischen chinesischen Dim Sum bekommt, sondern diese auch mal mit "Schweinekrustenbraten in Dunkelbiersauce und Apfelblaukraut" serviert werden. Außer den kleinen Teigtaschen, die man auch ganz vegetarisch, z. B. mit Roter Bete, Zucchini oder Spinat gefüllt, bekommt, gibt es auch leckere Reisnudelsalate, "Rinderlendenstreifen in Kokosmilch-Minz-Zitronensauce" oder "Pho Bo", traditionelle Reisnudelsuppe.
Es ist für jeden Geschmack und Hunger etwas dabei.

Wir hatten jeweils 5 Teigtaschen. Einmal mit Fleisch, einmal vegetarisch, alle serviert in den Bambuskörben, in denen sie auch gegart wurden. Dazu bekamen wir kleine Beilagen und Saucen, die wirklich köstlich schmeckten. Für den kleinen Hunger hat es völlig ausgereicht und das Preis-Leistungs-Verhältnis stimmte. Zu Trinken gibt es Saftschorlen, Bier oder Wein. Die Einrichtung ist genauso liebevoll und schlicht wie das Essen: Zusammengewürfelte Tische und Stühle drinnen, bunte Plastikstühle, die wie Kindermöbel anmuten im Außenbereich. Auch die Bedienung ließ nichts zu wünschen übrig: Sie ließ uns Zeit und hat uns gleichzeitig beraten, da wir zum ersten Mal da waren. Als wir von einem vorbeilaufenden Betrunkenen blöd angequatscht wurden, verteidigte sie ihre Gäste, bis der Störenfried abzog. Wir kommen auf jeden Fall wieder und werden nach und nach alle Gerichte auf der wunderschön gestalteten Speisekarte durchprobieren!

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Montag, 29. Juli 2013

Rotkäppchen - Burgergrill in Sendling


Für alle Fans von guten Burgern: In Sendling in der Lindwurmstraße hat der ehemalige Küchenchef von Hans im Glück einen Burgergrill mit einem sehr ähnlichen Konzept eröffnet. Nicht nur die Märchenkomponente findet man hier wieder, sondern Gott sei Dank auch die leckeren Burgerbrötchen, die Idee des Burgermenüs sowie die knusprigen Pommes.
Auch die Einrichtung ist ähnlich: Dunkle Möbel, leuchtende Wand- und Kissenfarben, liebevolle Deko mit Kräutern. Bäume gibt es jedoch nur auf der Wand.
Was ist anders und vor allem, was ist besser?
Im Gegensatz zu Hans im Glück, welches inzwischen zu einer Kette geworden ist (zwei Filialen in München, eine in Köln, Essen, Nürnberg und Wuppertal) bedient hier der Chef selbst. Und das wesentlich netter und kompetenter als alle Bedienungen im Hans im Glück (kann ich nach 2-jähriger Erfahrung wirklich behaupten). Dadurch geht es auch viel schneller, wir mussten zu viert praktisch gar nicht warten.
Neben den ziemlich köstlichen Pommes gibt es auch noch Kartoffelecken, was es im Hans im Glück meines Wissens nicht gibt. Ansonsten ist die Karte etwas reduzierter, was ich aber durchaus positiv finde. Man wird nicht gefragt: Was für ein Brötchen, was für eine Soße, was für eine Beilage, ....
Leider ist der Nachtisch (Schokokuchen) hier nicht besser, auch wenn er ziemlich gut aussieht und detailverliebt dekoriert wurde. Nachdem ich bemängelt hatte, dass er leider ziemlich trocken ist (in der Hoffnung, dass er seinen Nachtisch vielleicht noch ändert!!), mussten wir den Kuchen jedoch nicht bezahlen, was dann wieder einen positiven Eindruck hinterlassen hat.
Fazit: Super Burger, super Pommes, super Onion Rings. Salat ok, Nachtisch im Moment lieber woanders kaufen. Aber vielleicht ändert sich das ja noch, auf jeden Fall ausprobieren. Wir sind bestimmt nicht das letzte Mal da gewesen. 


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Donnerstag, 20. Juni 2013

Max Pett... - Schick vegan essen am Sendlinger Tor

Das Max Pett... ist benannt nach Professor Doktor Max von Pettenkofer, einem Professor für Chemie an der LMU, dem München unter anderem seine Kanalisation und Trinkwasserversorgung verdankt.
Wir sind hier reingegangen, weil wir einfach neugierig waren: Vegan, sprich ohne jegliche tierische Produkte, ohne Eier, Sahne, Butter etc. und trotzdem lecker: Geht das?
Ja, es geht. Wenn man es kann. Die Köche im Max Pett können es.
Ich hatte als Vorspeise einen frischen, kleinen Salat und als Hauptgericht von der Wochenkarte "Trüffelravioli mit frischen Artischockenböden, Cherrytomaten und Walnüssen in "Sahne"soße."
Mein Freund nahm ein Curry mit Blattspinat und Reis, und es hat ihm geschmeckt, obwohl er sonst kein großer Spinat-Fan ist. Das Besondere: Es wird nicht versucht tierische Produkte durch "Künstliches" wie z. B. Ei-Ersatz, zu ersetzen, es wird nach Alternativen gesucht.
Der Kaiserschmarrn mit Ahornsirup (links im Bild), den ich als Nachtisch hatte, war der beste Kaiserschmarrn, den ich jemals gegessen habe. Und was ist normalerweise die Hauptzutat von Kaiserschmarrn? Richtig: Eischnee. Stattdessen wurde hier als Bindemittel Apfelmus verwendet, leider wurde mir das Rezept nicht herausgegeben. Dazu gab es einen Cappuccino mit Mandelmilch: Superlecker und unglaublich cremig. Auch der Kuchen aus der Vitrine war saftig, nicht zu süß, nicht zu sauer und wenn man es nicht gewusst hätte, hätte man nicht gemerkt, dass es veganer Kuchen ist. Was man hier vergeblich sucht ist Alkohol. Stattdessen gibt es z. B. alkoholfreie Weine oder klassisch: Saftschorlen. Oder man trinkt einfach Wasser :-).

Wenn ihr alternativen Ernährungsweisen nicht abgeneigt seid oder einfach mal wissen wollt, wie veganes Essen schmecken kann und was alles möglich ist: Probiert das Max Pett aus. Denn hier ist nicht nur das Essen lecker und man kann es gänzlich ohne schlechtes Gewissen genießen, es ist auch sehr geschmackvoll eingerichtet, die Bedienungen sind nett und teuer ist es auch nicht.

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Donnerstag, 10. Januar 2013

Balazzo Brozzi in Nürnberg

Auf das Balazzo Brozzi in Gostenhof sind wir durch einen Nürnberg-Reiseführer gekommen. Wären wir einfach nur daran vorbei gelaufen, wären wir mit ziemlicher Sicherheit nicht reingegangen, da es von außen relativ unscheinbar und ein bisschen nach Rockerkneipe aussieht.
Der äußere Eindruck täuscht jedoch gewaltig, wie so oft in Nürnberg.
Innen verleihen bunte Tischdecken, der Mix aus alten Sofas, Tischen und Stühlen sowie viele Pflanzen dem großen, verwinkelten Raum eine gemütliche Wohnzimmeratmosphäre.
Wir waren hier mehrmals sonntags beim Brunch und es war immer ausgesprochen lecker. Neben den Frühstücksstandards wie Brötchen, Rührei, Müsli, Joghurt und Obst gibt es immer wieder verschiedene warme und kalte Köstlichkeiten. Vegetarisch und mit Fleisch, wie z. B. Rote-Bete-Aufstrich, gefüllte Pfannkuchen, Guacamole, Nudelsalate, etc.

Auch der Kaffee ist zu empfehlen und für den Nachtisch steht eine große Kuchentheke mit selbstgemachten Kuchen und Torten bereit.
Witzig ist die Preisfindung: Man geht mit seinem gefüllten Teller an die Theke und lässt das Ausgesuchte dort vom geschulten Personal schätzen. Diese Schätzungen fallen immer relativ günstig aus: Zu zweit kann man dort für 20 € ziemlich satt und glücklich werden.
Da es so lecker, günstig und gemütlich ist, wird es natürlich immer schnell sehr voll und da man für nur 2 Personen nicht reservieren kann, muss man früh aufstehen. 10 Uhr ist noch eine gute Zeit für Sonntag.
Noch etwas: Wer sich von Kindern gestört fühlt, ist hier falsch. Vor allem junge Familien treffen sich hier und die Kinder spielen gerne im ganzen Gastraum. Uns hat das aber immer mehr amüsiert als gestört.

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Montag, 30. Juli 2012

La Tasca Nueva - Spanische Tapas in Neuhausen

Wer die spanische Mentalität und das spanische Essen vermisst (so wie ich), aber vielleicht gerade weder Zeit noch Geld für einen Urlaub in Spanien hat, der sollte einen abendlichen Mini-Kurztrip ins spanische "Tasca Nueva" machen. Durch die Einrichtung und die originale Tapas-Küche fühlt man sich wirklich ein bisschen in das warme Land am Meer versetzt. Wie sich das in einer Tapas-Bar gehört, kann man sich die meisten Speisen vor dem Bestellen an der Bar anschauen und so schonmal den Appetit anregen.
Es gibt aber auch eine Karte mit einer üppigen Auswahl an warmen und kalten Tapas. Auch eine kleine Auswahl an Hauptgerichten gibt es. Das schöne am Tapas-Essen ist aber doch das Bestellen von vielen kleinen kalten und warmen Gerichten, die man in die Mitte des Tisches stellen lässt und dann teilt.
Wie z. B. "Boquerones", kleine frittierte Sardellen oder auch ganz vegetarisch warme Champignons mit Knoblauch und Petersilie.
Angst vor Knoblauch darf man hier generell nicht haben, genausowenig wie vor Olivenöl.
Zu je 3 Tapas gibt es immer einen Brotkorb mit weichem Weißbrot, das mit Olivenöl beträufelt wurde.
Zum Trinken empfehle ich entweder ein spanisches Bier oder einen trockenen Rotwein.
Enttäuscht hat mich ein bisschen, dass es bei meinen zwei Besuchen keine Tortilla gab, mein Lieblings-Tapas-Gericht. Die gibt es anscheinend nur an manchen Tagen und ich habe sie verpasst.
Was aber nie fehlen darf: Patatas Bravas, die spanische Pommes-Variante. Mit würziger Salsa und Aioli. Mmmmhhh.
Und als Nachtisch: Crema Catalana! Wer sie noch nicht kennt: Sie schmeckt ähnlich wie die französische Crème brûlée, nur mit einem Hauch Zitrone.

Übrigens wird in Spanien nicht nur das Essen, sondern am Ende des Abends auch die Rechnung geteilt.
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Freitag, 20. Juli 2012

Munch's Hus - Deutschlands erstes und einziges norwegisches Restaurant


Munchs Hus – Berlin Gastbeitrag
Also jetzt mal Hände auf die Herzen, meine Damen und Herren: Habt Ihr schon einmal eine Elch-Salami gegessen? Nein? Rentier-Schinken? Anyone?
Genau so ging es auch der schönen Bloggerin und mir, und so zogen wir hungrig und sehr gespannt zum einzigen norwegischen Restaurant Deutschlands, dem Munchs Hus, in Berlin.
Vor der Tür warnte uns ein Schild vor eventuellen Elchen. Aber keine Angst, ihr lauft nicht Gefahr von einem der Geweihträger vom Gehweg geschaufelt zu werden, hier kommen die Gesellen auf den Teller!
Innen ist das Munchs Hus hell, freundlich und modern eingerichtet. An den Wänden grüßen großformatige Repliken der Werke des namensgebenden Künstlers, Edvard Munch.
Die Servicekraft begleitete uns zu unserem Tisch und erwies sich im Laufe des Abends als jung, unaufdringlich, flink und kompetent.
Auf der schön gestalteten Speisekarte finden sich norwegisch-regionale Gerichte, das heißt Fleisch von Rentier, Elch und Rind sowie Fisch in einigen Variationen.
Als Beilagen gibt es verschiedene widerstandsfähige Gemüse, vor allem Wurzeln und Knollen und Spinat, das ganze aber pfiffig und überraschend kombiniert
z. B. mit Blaubeersauce. Das scheint einem zuerst eine seltsame, nach dem probieren aber eine hervorragende Idee zu sein.
Weiterhin findet sich auf der Karte eine kleine Weinauswahl, deren Qualität ich nicht wirklich beurteilen kann. Wir hatten einen offenen Rotwein, der war sehr gut.
Nach einigem hin und her entschieden wir uns für Forellenmousse bzw. einen norwegischen Vorspeisenteller, den Rondane-Teller sowie als Hauptspeise für weißes Heilbuttfilet auf warmer Blaubeersoße mit Safrankartoffeln, da das Lengefilet leider aus war und "Elv og hav": Eine Fischvariation aus Süß- und Salzwasser, Gebratenes Lachs- und Zanderfilet, zwei Garnelen, dazu Rosmarin-Kartoffeln und gedünsteter Blattspinat in Sandefjordsmor.
Mein Vorspeisenteller kam in Gestalt eines reichhaltigen norwegischen Frühstücks, mit Rührei, Knäcke und eben jenem Rentier-Schinken und der Elchsalami. Die schmeckten sehr interessant: Wild und würzig. Der Höhepunkt der Vorspeise war aber ohne Frage "Snøfrisk": Ein mit Honig verfeinerter Käse, der buttrig auf der Zunge zerging, süß und würzig zugleich.
Es folgte: Der saftige und perfekt gewürzte Fisch, die Knollen waren zart, die Portion genau richtig in ihrer Größe. Wunderbar.
Als sich dann auch noch der Nachtisch (Verschleierte norwegische Bauernmädchen) sowohl optisch als auch geschmacklich nicht lumpen ließ, stand fest:
Das einzige norwegische Restaurant Deutschlands ist ein hervorragender Botschafter der Küche Norwegens. Hier wird handwerklich ausgezeichnet Landestypisches ohne Mätzchen zubereitet und in angenehmer Atmosphäre serviert. Außerdem findet man hier so manchen exotischen Fisch aus den Tiefen der Fjorde und so manches Fleisch, das man selten bis nie probieren kann.
Also eine absolute Empfehlung und: Probiert den Käse!

P.S.: Eines noch: Für jeweils drei Gänge inklusive Wein und Wasser haben wir unter 60 Euro bezahlt. Und das ist bei dieser Qualität einfach ein Wort!

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Donnerstag, 5. Juli 2012

Osteria Mugolone - Feine italienische Küche in Neuhausen

Die Osteria Mugolone in der Maillinger Straße ist nichts für denjenigen, der seinen Pizza- oder Pasta-Hunger schnell stillen möchte.
Pizza findet man gar nicht auf der kleinen, handgeschriebenen Karte und Pasta gibt es statt mit Bolognese zum Beispiel mit Trüffeln. "Osteria" bedeutet übrigens so etwas wie Wirtschaft, Gasthaus. Stattdessen ist das Mugolone etwas für diejenigen, die bei einem guten Glas Wein (oder auch einer Flasche) ein besonderes Essen genießen möchten, vielleicht, weil es etwas zu feiern gibt.
Die Verbindung von schlichter, aber liebevoller Dekoration, dem rustikalen und romantischem Ambiente, das durch das von wildem Wein bewachsene Haus und den rot-weiß karierten Tischdecken entsteht, zusammen mit den unerwarteten Geschmackserlebnissen, machen den Restaurantbesuch zu einem Erlebnis.
Als Aperitif eignet sich für warme Sommerabende zum Beispiel ein "Hugo", Prosecco mit Holunderblütensirup, Mineralwasser, Limettenscheiben und Minzblättern.
Auf den Bildern rechts abgebildet ist oben das "Filetto di Bue - Bullenfilet vom Grill" und unten das "Pollo al forno - Hühnchen supreme in Zitronensauce mit Schalotten dazu Kartoffel-Sellerie-Püree". Auch wenn man von der Zitrone nicht mehr viel schmeckt, das Fleisch zergeht auf der Zunge und das Kartoffel-Sellerie-Püree ist fein abgeschmeckt und so mancher wird sich wünschen, dieses in Zukunft öfter essen zu können.
Neben den ausgezeichneten Hauptspeisen sind auch die Salate sehr zu empfehlen. Anders als bei anderen Italienern weiß man im Mugolone, was eine gute Salatsoße benötigt und der "Insalata Mista" besteht nicht nur aus Eisbergsalat mit Tomaten und Gurken, sondern aus verschiedenen Blattsalaten mit Basilikum, Sellerie und vielem mehr. 

Auch der Nachtisch kann sich sehen
(und schmecken) lassen. Hier links im Bild zu sehen sind "Panna Cotta mit eingekochten Kirschen und Zwetschgen" und ein "Apfel-Rhabarber-Kuchen".
Ein süßer Abschluss eines schönen Essens, abgerundet durch einen starken Espresso oder auch einen Averna oder Grappa, welche wir frei Haus angeboten bekamen.
Wie die gesamte Karte ist auch die Nachtischauswahl sehr klein gehalten. Je nach Saison wechseln die Speisen, doch ich kann mir sehr gut vorstellen, dass mir jedes Gericht im Mugolone schmecken würde.

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Dienstag, 26. Juni 2012

Essen an der LMU - Teil 2

Die Newsbar an der Ecke Amalienstraße/Schellingstraße bietet jeden Mittag 2-3 günstige Mittagsgerichte an. Darunter ist meist ein großer Salat. Leider hatte ich hier schon ein paarmal das Pech, welke Salatblätter zu bekommen und auch von den auf der Karte toll klingenden "Spinat-Crêpes" rate ich dringend ab.
Ein Geheimtipp ist allerdings die große Apfelschorle, die es mittags zum Preis einer kleinen gibt - genau das richtige für den großen Durst. Zu empfehlen ist auch das Schnitzel oder das Club-Sandwich, beides allerdings etwas teurer als die Mittagsgerichte (ca. 10 €).
Das Spoon ist ein kleines Restaurant/Cafe, das jeden Tag zwei warme, günstige und leckere Mittagsgerichte anbietet, ein vegetarisches und ein fleischhaltiges. Das vegetarische ist immer etwas günstiger. Wer seine Woche planen will: Es gibt eine Wochenkarte, die schon im Voraus aushängt. Diese Woche gibt es zum Beispiel unter anderem "Chicken Tandoori in Mandelsoße und Reis" für 6,50€. Neben den warmen Gerichten gibt es auch noch eine große Sandwichauswahl, hier macht mich schon ein halbes satt. Außerdem sind die kleinen Kuchen sehr zu empfehlen, vor allem der mehlfreie(!) Schokokuchen!!
Viele von euch kennen sicher die Kette Pasta e basta.
Auch direkt am LMU-Hauptgebäude gibt es eine Filiale. Der Service lässt hier etwas zu wünschen übrig, es ist eben ganz auf Studentenabfertigung ausgerichtet, aber ich geb dann einfach knallhart kein Trinkgeld.
Das Essen ist jedoch ausgesprochen günstig und es geht schnell. Die Qualität der Pizza schwankt zwar etwas (mal ist sie ziemlich dunkel, mal hätte sie noch etwas länger im Ofen bleiben dürfen), aber bei Preisen wie 3,95€ für eine normal große und trotzdem ganz leckere Margherita kann man nicht meckern. Die ist meistens auch in 10 Minuten fertig, also genau das Richtige, wenn man nur eine halbe Stunde zwischen zwei Veranstaltungen Zeit und einen Bärenhunger hat. Pasta und Salate sind auch nicht schlecht.
Achtung: Hat seit Ende Juni geschlossen!! Bitte Kommentar beachten!

Montag, 25. Juni 2012

Trattoria "La Bruschetta"

Hinter einem unscheinbaren Schild an der Ecke Nymphenburger Straße/Adamstraße verbirgt sich ein rustikal eingerichtetes Restaurant mit köstlicher Küche aus Südtirol und Italien.
Als Gruß aus der Küche bekommt man zu Beginn, na was wohl? Bruschetta!
Nach langem Studieren der Karte entschieden wir uns dann für "Lachsmedaillon gebraten auf Ragout von Kastanien, Waldpilzen und Grünem Spargel" sowie "Ochsenbacken in Rotwein geschmort mit Lauchrisotto".
Beides war wirklich sehr lecker, alles war auf den Punkt, der Lachs zerging auf der Zunge, der Spargel war noch knackig, das Risotto cremig und die Kombination von Fisch, Spargel, Kastanien und Waldpilzen war einmalig. Zum Essen genossen wir eine Rotweinempfehlung des Hauses.
Natürlich musste auch der Nachtisch probiert werden und um einen möglichst umfangreichen Eindruck zu bekommen, bestellten wir die "Rundreise in der Süßen Küche". Sie enthielt die üblichen Verdächtigen - Tiramisu, Panna Cotta und zwei weitere cremige Köstlichkeiten - und schmeckte auch erwartungsgemäß gut.
Das Beste war jedoch der Hauptgang, das liegt dem Koch anscheinend etwas mehr.
Fazit: Die etwas gehobene Preisklasse (Hauptgerichte zwischen 10 und 20 Euro) und die gemütliche Atmosphäre machen das "La Bruschetta" zum richtigen Ziel für einen besonderen Abend!

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